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    Handwerk & SHK

    127 Termine. Drei Wochen. Null Anrufe verpasst.

    Von Tim Rosen·1. März 2026·6 Min. Lesezeit
    127 Termine. Drei Wochen. Null Anrufe verpasst.

    Ein SHK-Betrieb nutzte das GEG als Anlass für eine Outbound-Kampagne. Ein KI-Voice-Agent rief 3.000 Bestandskunden an — 127 Beratungstermine in 21 Tagen.

    Das Heizungsgesetz als Vertriebsimpuls

    Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) war für viele SHK-Betriebe zunächst ein Ärgernis. Neue Regeln, verunsicherte Kunden, und plötzlich wollen alle gleichzeitig wissen, was das für ihre Heizung bedeutet. Für einen Betrieb aus dem bayerischen Raum mit gut 3.000 Bestandskunden wurde genau das zur größten Vertriebschance des Jahres — vorausgesetzt, man konnte alle rechtzeitig erreichen.

    Das Problem: Zwölf Mitarbeiter, davon vier im Büro. Das Tagesgeschäft läuft weiter. Wer soll 3.000 Kunden anrufen?

    Das GEG schreibt vor, dass neue Heizungen ab bestimmten Stichtagen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Für Bestandsgebäude greifen die Fristen je nach Gemeindegröße ab Mitte 2026 beziehungsweise 2028. Das klingt nach Bürokratie — ist aber für jeden Heizungsinstallateur eine konkrete Nachfrage. Denn Kunden mit alter Ölheizung oder Gasheizung stehen irgendwann vor der Entscheidung: Wärmepumpe, Hybrid, oder was?

    Der Betrieb wusste: Wer zuerst beim Kunden ist, macht das Geschäft. Die Frage war nur, wie man 3.000 Bestandskunden schnell und persönlich erreicht — ohne das Team zu überlasten.

    Der KI-Voice-Agent übernimmt die Kampagne

    Die Entscheidung fiel für einen KI-Voice-Agenten, der ausgehende Anrufe (Outbound) automatisiert durchführt. Der Agent wurde mit den wichtigsten Informationen zum GEG und zum Leistungsangebot des Betriebs trainiert. Er konnte:

    • Kunden auf das neue Heizungsgesetz und mögliche Handlungsbedarfe hinweisen
    • Einfache Fragen beantworten ("Muss ich meine Heizung jetzt austauschen?")
    • Interesse qualifizieren ("Wäre eine Beratung für Sie interessant?")
    • Beratungstermine direkt in den Kalender des zuständigen Mitarbeiters buchen

    Der Agent rief in den ersten drei Wochen knapp 2.800 Nummern an — außerhalb der Stoßzeiten des Bürobetriebs, also auch abends und samstags.

    Die Ergebnisse nach 21 Tagen

    Von den erreichbaren Kunden zeigten rund acht Prozent konkretes Interesse. Das ergab 127 gebuchte Beratungstermine. Davon führten nach interner Auswertung etwa 40 Prozent zu einem Angebot, ein Großteil davon zu einem Auftrag.

    Zum Vergleich: Eine manuelle Outbound-Kampagne durch einen Mitarbeiter schafft realistisch 20 bis 30 Anrufe pro Tag. Für 2.800 Anrufe wären das bei einem Vollzeitmitarbeiter sechs bis sieben Wochen — sofern er sonst nichts anderes zu tun hätte.

    Was dabei besonders wichtig war

    Drei Dinge haben den Unterschied gemacht:

    Erstens die Qualität der Kundendaten. Veraltete Nummern oder fehlende Einträge reduzieren die Erreichbarkeit erheblich. Der Betrieb hat seine Datenbank vorher bereinigt — das war Pflicht.

    Zweitens die Transparenzpflicht. Seit dem 2. Februar 2025 gilt nach EU AI Act (Art. 50): Wer mit einem KI-System angerufen wird, muss zu Beginn des Gesprächs darüber informiert werden. Der Agent stellt sich deshalb klar als "digitaler Assistent von [Betriebsname]" vor. Das sorgt nicht für weniger Konversionen — im Gegenteil, Kunden schätzen die Ehrlichkeit.

    Drittens die Übergabe an den Menschen. Sobald ein Kunde einen Termin bucht oder eine konkrete Frage stellt, die über den Skriptrahmen hinausgeht, leitet der Agent an einen Mitarbeiter weiter oder vereinbart einen Rückruf. Kein Versuch, alles automatisiert durchzudrücken.

    Fazit

    Das GEG ist für SHK-Betriebe kein bürokratisches Problem — es ist ein Gesprächsanlass. Wer seine Bestandskunden systematisch und schnell erreicht, bevor es der Wettbewerb tut, hat einen klaren Vorteil. Ein KI-Voice-Agent kann diese Kampagne in einem Bruchteil der Zeit durchführen, die ein manueller Ansatz erfordern würde.

    Wenn Sie wissen möchten, wie ein solcher Outbound-Agent für Ihren Betrieb aussehen könnte — sprechen Sie uns an. Wir schauen uns das gemeinsam in einem ersten Gespräch an.

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